09.08.2019

Smoothies – gesunder Snack oder Zuckerfalle?

In den letzten Jahren sind sie kontinuierlich auf dem Vormarsch: Smoothies. Ganze Regale in Supermärken locken mit den bunten Getränken – von klassischen Geschmacksrichtungen bis hin zu exotischen Kombinationen ist alles geboten. Verpackung und Inhalt versprechen eine gesunde Leckerei, die man ohne schlechtes Gewissen genießen kann. Doch ist das wirklich so?

Smoothies – gesunder Snack oder Zuckerfalle?

Wenn man sich die Etiketten der Smoothies genauer ansieht, erkennt man schnell, dass sie teilweise viele ungesunde Zusätze enthalten. Außerdem gehen durch die Verarbeitung und der Erhitzung zum Zweck der Haltbarkeit, wichtige Nährstoffe größtenteils verloren. Von gesund kann hier also nicht mehr die Rede sein.

Kleine Zuckerbomben

Nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte man nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag zu sich nehmen – inklusive Fruchtzucker. In vielen Smoothies steckt bereits mehr Zucker, als von der WHO empfohlen. Britische Wissenschaftler haben fertige Smoothies aus dem Supermarkt auf ihren Zuckergehalt getestet. Sie fanden darin durchschnittlich 13 Gramm Zucker je 100 Milliliter – das ist sogar mehr als in der gleichen Menge Cola.

Verlorene Nährstoffe

Beim gängigen Verarbeitungsprozess von Smoothies gehen viele wichtige Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe verloren. Beim Apfel beispielsweise sitzen viele Nährstoffe direkt unter der Schale, die bei Smoothies nicht verarbeitet wird. Oft werden die süßen Getränke zusätzlich noch mit Fruchtsaft aufgefüllt. Je höher dieser Anteil ist, desto weniger Nährstoffe enthält der Smoothie. Auch die flüssige Konsistenz hat Nachteile: Smoothies werden als Getränk für zwischendurch wahrgenommen, obwohl sie hinsichtlich Nährwert und Kalorien eher eine kleine Mahlzeit darstellen. Wer hingegen festes Obst zu sich nimmt, muss dieses erst zerkauen und braucht länger, um zu essen. Dadurch wird man schneller und besser satt. Neben der Essensdauer spielt auch das Volumen der aufgenommenen Nahrung eine wichtige Rolle. Eine Orange füllt im Vergleich zu den daraus gewonnen 80-100 ml Saft den Magen besser aus und trägt zum Sättigungsgefühl bei. Festes Obst macht deshalb bei gleicher Kalorienmenge schneller satt als ein Smoothie.

Alternative: selbst machen

Ein Tipp für alle, die sich ab und zu einen Smoothie gönnen wollen: Selbst mischen! Smoothies zu machen geht schnell und ist viel gesünder als der Konsum von gekauften.

Vor allem grüne Smoothies enthalten wenig Fruchtzucker und viele wertvolle Nährwerte. Wer seine Smoothies selbst mixt, kann zudem bestimmen, was hineinkommt und ganze Früchte inklusive Schale verwerten. Der Körper ist so direkt mit Vitaminen und Spurelementen versorgt und kann volle Leistung bringen.

Generell gilt für leckere und trotzdem gesunde grüne Smoothies folgendes Grundrezept:

- 1 Hand Pflanzengrün z. B. Blattsalat, Gurke, Grünkohl, Spinat

- 1 Hand Obst z. B. Apfel, Kiwi, Beeren, Grapefruit (wenn Kiwi verwendet wird, nur mit Wasser auffüllen)

- mit Flüssigkeit auffüllen z. B. fettarme Milch, Wasser, Sojamilch

-  Für den extra Kick: eine Prise Zimt oder Ingwer als natürlichen Fatburner zugeben

Mit ein paar Eiswürfeln sind selbst gemachte Smoothies vor allem im Sommer wunderbar erfrischend. Viele weitere leckere Rezepte, die Sie beim Abnehmen unterstützen, bietet Ihnen easylife.

zurück